Trinken

Alkoholfrei. 7 Wege zu einem anderen Trinkverhalten

Du hast kein Alkoholproblem, aber du willst einfach nichts mehr trinken? Weißt genau, dass du dich viel besser fühlst am anderen Morgen wenn du Alkoholfr​​​​ei lebst? Und dann, fällst du wieder in das alte Strickmuster zurück?  Wenn du in Gesellschaft erst mal angefangen hast, die ersten Biere zu trinken kannst du schlecht aufhören? Kommt dir das jetzt irgendwie alles bekannt vor?

Genau so ergeht (oder doch erging?) es mir auch.

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Meine Story

Ich schimpfe.

Oh, man. Nun doch!

Es ist verdammt noch mal passiert.

Ich wache auf und denke mir zum x-ten mal, jetzt ist Schluss! Alkoholfrei.

Was war, passiert

Es war ein langer Abend und das Bier schmeckte…

Weit vorher hatte ich aber schon angefangen die erste Dose zu öffnen. Ich musste ja nicht fahren und mein Kollege hatte einige Dosen kaltes Becks dabei. Auf der Autobahn A 7 Richtung Mecklenburg-Vorpommern ist am Nachmittag natürlich immer mit Stau zu rechnen. Auch an diesem Tag.

Und dann? Alkoholfrei?

Im Hintergrund läuft Apple Music mit meiner Playlist. Großartig… Udo Lindenberg. Tote Hosen. Broilers & Co. Stau.

Trinken


Was tun?

 

2 Tage Sitzung vor uns und meine Aussage im Kopf, auf jeden Fall nichts trinken zu wollen... Nach meiner bewusst abgebrochenen Herausforderung „1000 Tage ohne“ vor einigen Wochen, war ich natürlich besonders motiviert diese 2 Tage ohne Bier & Co durchzuhalten. Fast genau 150 Tage hatte ich, bis dato keinen Alk mehr getrunken als ich aus einem sehr erfreulichen Ereignis in der Familie heraus meine ganz persönliche Herausforderung abgebrochen hatte.

Der Abbruch bedeutete für mich aber auch wiederum die Rückkehr zu Bier & Wein am Wochenende und auch ein Glas Rotwein zum Abendessen.

Sind wir schon abhängig?

Wenn man es ganz genau nimmt, befinden wir uns ganz ehrlich schon in der 1. von 4 Phasen der Alkoholsucht: Sie findet fast immer in Gesellschaft anderer statt, der Alkohol wirkt erleichternd auf uns und veranlasst uns zum weiter Trinken. Wir suchen in dieser Phase immer Gelegenheiten, um beiläufig etwas zu trinken, etwa bei Sportveranstaltungen, bei Feiern, bei Ereignissen, im Urlaub, bei Besuchen von Freunden oder wie in meinem Fall auch bei dienstlichen Sitzungen oder Veranstaltungen die über 2 oder mehrere Tage gehen.

Du denkst darüber nach, etwas zu ändern.

Es gibt einige Dinge, die dir am Alkohol trinken gut gefallen, vor allem in Gesellschaft, es gibt aber auch andere, über die du dir Gedanken machst und die weniger gut sind. Welche überwiegen für dich? Versuche dir ein Ziel zu setzen und die Situation zu analysieren.

7 Wege dein Trinkverhalten zu ändern

1

Mach dir einen Zeitplan

Es ist wichtig, für deine Veränderung einen bestimmten Zeitpunkt festzulegen. Kläre für dich, an welchem Tag du damit beginnen willst, deinen Alkoholkonsum zu verändern.

Erfahrungsgemäß solltest du folgendes beachten:

Wähle einen Zeitpunkt, wo für dich keine besonders wichtigen Termine anstehen. Sei es beruflich wie privat.

Sollten größere Feiern oder Feste anstehen, überlege, ob du diese besuchen willst, oder sogar absagst. Zumindest in den ersten beiden Wochen…Oder du hast kein Problem damit Alkoholfrei zu trinken.


2

Weihe andere ein

Genau so wichtig, dein Vorhaben anderen mitzuteilen. Sei es Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen, wen auch immer! Natürlich, wenn du online unterwegs bist auch dort! Vielleicht findest du ja Mitstreiter, die den Weg mit dir gemeinsam gehen wollen. Wer weiß?


3

Durchbreche deine Routinen!

Wenn du bestimmte Abläufe entwickelst hast, um Alkohol zu trinken, dann solltest du diese durch andere ersetzen.

Freitags abends z.Bsp. War bei mir immer so eine Routine. Nach Feierabend mal in die Werkstatt zu meinem Kumpel und dann das leckere Feierabendbierchen… Manchmal bis die Kiste alle war und wir Nachschub brauchten…

Versuche einfach deine Routinen die du jetzt noch lebst, zu ersetzen. Geh alternativ zum Sport, in die Sauna, hör Musik und leg dich in deine Wanne, oder oder …

​ 

4

Gehe mit kritischen Situationen anders um

Lass dich auf keinen Fall zum Alkohol nötigen. Wenn immer wieder im Freundeskreis oder bei Feiern und auf Veranstaltungen

versucht wird dich zu überreden Alkohol zu trinken, dann lehne es konsequent ab…


Top 3 Antworten :-)
  • „Ich habe kein Problem mit dem trinken. Ich war Super darin! Hab eher ein Problem mit dem aufhören. Ein Aufhörproblem!“
  • „Wenn ich einen trinke, will gleich 5! Also lass ich es.“
  • "Ich habe überall nachgeguckt! Kann den Abstellknopf einfach nicht finden… Also, lieber nicht.“

5

Bekomme die Auslöser in den Griff

Es kann vorkommen, dass du bestimmte Situationen einfach nicht vermeiden kannst. Überleg dir vorher, wie du damit umgehst.

Es bleibt natürlich nicht aus, das du immer wieder mit Stress und anderen Belastungen konfrontiert wirst. Aber außer Alkohol zu trinken gibt es bestimmt eine ganze Reihe von Alternativen, um besser mit Stress umzugehen. Dies wird am Anfang nicht leicht sein, aber für deine Disziplin wirst du belohnt.


6

Ignoriere die sozialen Verführungen

Es kann vorkommen, dass du bestimmte Situationen einfach nicht vermeiden kannst. Überleg dir vorher, wie du damit umgehst.

Es bleibt natürlich nicht aus, das du immer wieder mit Stress und anderen Belastungen konfrontiert wirst. Aber außer Alkohol zu trinken gibt es bestimmt eine ganze Reihe von Alternativen, um besser mit Stress umzugehen. Dies wird am Anfang nicht leicht sein, aber für deine Disziplin wirst du belohnt.

7

Verdränge das plötzliche Verlangen

Wenn es dir schwerfällt in deinem Freundeskreis oder auch in anderen Gemeinschaften wo Alkohol getrunken wird, keinen oder nur wenig Alkohol zu trinken, dann solltest du die Situation unter Umständen am Anfang meiden.

Auch wie oben schon erwähnt, die ständige Aufforderung zum Trinken kannst du hiermit vermeiden. Wenn du dich doch nicht zurückziehen willst, mach dir klar, dass eventuell vorher aufgetretene Probleme mit deinem Partner z.Bsp. Sofort wieder von vorne losgehen.      Willst du das?


Unsere Literaturempfehlungen

#1

ALK: Fast ein medizinisches Sachbuch - jetzt aktualisiert!

Wie sieht ein Rausch von innen aus? Wie funktioniert eine Entgiftung? Bin ich Alkoholiker? Stürze ich jetzt völlig ab? Und wenn ja: Muss ich jetzt in die Gosse? ALK ist das Buch für alle, die schon mal einen heben. Und für alle, die schon einen zu viel gehoben haben. Und für alle, die sich damit rumärgern müssen. Kurz: Das vom Autor selbst überarbeitete Kultbuch für Genusstrinker, Profi-Trinker, Ärzte, Therapeuten, Winzer, Angehörige, Minderjährige, Getränkelieferanten und Hirnforscher. »Und damit wir uns richtig verstehen: Jeder Mensch sollte das verbriefte Recht auf Ekstase, Entrückung und Verzückung haben. Aber er sollte auch über die möglichen Nebenwirkungen informiert sein« (Simon Borowiak).

#2

Nüchtern betrachtet war's betrunken nicht so berauschend: Ein befreiendes Experiment

Susanne Kaloff trinkt keinen Alkohol mehr. Warum? Nicht weil ihr Doktor besorgt dazu riet, sondern weil sie freiwillig rausfinden wollte, wie dieses launenhafte Leben eigentlich nüchtern schmeckt, wie sich Stimmungen ohne Betäubung und Situationen ohne Verstärker anfühlen. Vor allem aber wollte sie dringend wissen: Wer bin ich eigentlich ohne einen Drink an meiner Seite? Wie überlebt man Langeweile, Unsicherheit, Stress, Kummer, Feiern und Paris ohne Wein, Bier, Gin Tonic oder Champagner? Wie ist es, emotionale Fallgruben bei glasklarem Verstand zu erleben? Sie nutzt die trockene Zeit, um vergangene Abstürze, blamable Kapriolen und abgebrochene Absätze aufzudecken und sich Gedanken über die Rolle von Alkohol in unserer Gesellschaft zu machen. Warum trinken wir eigentlich alle? Nach einem zwölfmonatigen Selbstversuch, etlichen ?Krisen und schwindel-erregender Ekstase fand sie viele Antworten – und zu sich selbst.

#3

Chianti zum Frühstück: Eine Frau hört auf zu trinken und fängt an zu leben

Mittags ein Gläschen mit der Freundin, abends mit dem Partner. Immer mehr Alkohol, um endlich loszulassen vom Stress durch Job und drei Kinder. Doch die Abstürze häufen sich. Nach einem besonders heftigen Wochenende packt Clare Pooley den Wein in den Schrank, kauft Kisten von alkoholfreiem Bier – und kämpft. 
Mutig und offen lässt sie ihre Leserinnen teilhaben an den ersten 365 Tagen ohne den Stoff, nach dem sie süchtig ist. Sie erzählt vom Auf und Ab ihrer Gefühle, vom Staunen ihrer Freunde über die neue Clare. Am Ende des Jahres lebt sie ein Leben, das sie sich nie hätte träumen lassen.
Eingestreut in Clares Erfahrungsbericht sind Rat und Hintergrundwissen. Woher weiß ich, dass ich zu viel trinke? Wie überstehe ich Partys und Weihnachten? Was richtet der Alkohol in meinem Körper an? Clare Pooleys Humor, ihre positive Haltung und die Intensität ihrer Gefühle machten ihr Buch schon kurz nach Erscheinen in der UK zum Bestseller.

#4

Vom unerwarteten Vergnügen, nüchtern zu sein: Frei und glücklich - ein Leben ohne Alkohol

Deutschland ist ein Hochkonsumland: Laut BZgA trinken rund 9,5 Millionen Deutsche zwischen 18 und 64 Jahren so viel Alkohol, dass sie ihre Gesundheit damit gefährden. Catherine Gray trinkt zunächst hin und wieder, dann immer mehr, bis der Alkohol fester Bestandteil ihres Lebens ist. Doch sie schafft die Kehrtwende und war völlig überwältigt von den Möglichkeiten, die sich ihr dadurch eröffneten. Ihr Buch geht weit über lustige Suffgeschichten hinaus: Sie spricht mit Wissenschaftlern und Psychologen darüber, warum wir trinken, was wir uns damit antun, und wie der Ausstieg gelingen kann. Herzzerreißend und geistreich erzählt sie, wie sich der erste Tag »danach« anfühlt und warum ein nüchternes Leben viel berauschender sein kann, als Sie es sich jemals vorgestellt haben. 

  • […] Doch Alkohol hat auch eine sehr langfristige Auswirkung auf deine Gefühlswelt. Je länger du auf Alkohol verzichtest , desto emotional stabiler wirst du. Und dann hast du kaum noch Stimmungsschwankungen und bist […]

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